Aktivitäten

In Europa von einander lernen - Stuttgart und Rotterdam machen es vor

Im Rahmen des AUDIT Projekts arbeiteten Stuttgart und Rotterdam bereits zusammen und lernten sich kennen. Über das Projekt hinaus vertieften die beiden Städte nun den Austausch.

Ende August 2016 besuchte eine Delegation aus Rotterdam die Landeshauptstadt Stuttgart. Bei Terminen mit dem Polizeipräsidium, der Geschäftsstelle der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) und dem kommunalen Referat für Prävention lernten die Besucher verschiedene Maßnahmen und Projekte zum Thema Schutz vor Wohnungseinbruch in Stuttgart kennen.

Für Kommunen ist die Teilnahme an europäischen Projekten häufig mühsam. Durch die Mitgliedschaft bei DEFUS und EFUS haben Städte einen stark vereinfachten Zugang zu europäischen Projekten und Fördermittelen aus der EU. Dieser Austausch ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit in europäischen Projekten zu einem insgesamt verbesserten Austausch in Europa führen kann und sich die Teilnahme an solchen grenzüberschreitenden Projekten für Kommunen sehr lohnt.

 

 

 

Inklusive und gewaltfreie Gemeinden für Alle! – Internationale Erfahrungen zur Schaffung sicherer Nachbarschaften

Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Recht, Ordnung und Sicherheit der Stadt Stuttgart und Vorstand von DEFUS, hat auf dem Deutschen Präventionstag 2016 in Magdeburg an einer Podiumsdiskussion mit Bürgermeistern aus Deutschland, Afrika und Zentralamerika teilgenommen und dort DEFUS vertreten.

Im Austausch zwischen Bürgermeistern, Experten aus Kommunen aus Deutschland, Südafrika und Guatemala und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurden Ansätze zur Gewalt- und Kriminalprävention ausgetauscht und die Relevanz und Anwendbarkeit internationaler Erfahrungen für die Arbeit deutscher Kommunen beleuchtet und diskutiert.

Trotz unterschiedlicher Problemlagen und Herausforderungen sind auf allen drei Kontinenten die Zusammenarbeit der verschiedener kommunalen Akteure der Schlüssel zum Erfolg der Präventionsarbeit. In einer regen Diskussion besprachen die Teilnehmer und das Publikum Hürden und Lösungsansätze für erfolgreiche Kooperationsnetzwerke auf kommunaler Ebene.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stellen Herr Schairer und Herr Kromberg, Beigeordneter der Stadt Essen, einer Delegation aus Südafrika DEFUS und EFUS vor.

 

Kriminalprävention durch Architektur und Statdplanung - COST Action Konferenz in Hannover am 19. April 2016

Das europäische Wissenschaftsnetzwerk COST (European Cooperation in Science and Technology) untersucht wie die Sicherheit in der Stadt durch das Zusammenspiel von städtebaulicher Gestaltung, wohnungswirtschaftlicher Organisation und begleitender Unterstützung durch lokale Stakeholder gefördert werden kann. Nach Fallstudien in Mailand, Barcelona, Lodz, Budapest, Göteborg und Lyon besuchen die Fachleute der Architektur, Stadtplanung und Stadtforschung aus 36 Mitgliedsländern am 19. April 2016 Hannover, um deutsche Ansätze der interdisziplinären Planungskultur in diesem Feld kennen zu lernen.

Das Deutsch Europäische Forum für urbane Sicherheit (DEFUS) war neben dem Landespräventionsrat Niedersachsen, dem LKA Niedersachsen und der Stadt Hannover einer der Kooperationspartner der Konferenz. Städtebauliche Kriminalprävention ist ein ganz grundlegendes Thema in der kommunalen Sicherheitsarbeit und für die Mitgliedsstädte von DEFUS von größtem Interesse.

Siehe im Internet: http://costtu1203.eu/

 

DEFUS-Workshop am 9. Juli 2012: 'CTC in der Praxis - Erfahrungen und Anwendungshinweise'

Am 9. Juli 2012 fand in Hannover ein Workshop zur Methode 'Communities That Care' (CTC) statt. Diese Methode hat zum Ziel, Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Präventionsaktivitäten im Bereich der sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zielgenauer, wirksamer und im Erfolg überprüfbar zu machen. Dazu kamen etwa 50 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Kommunen im Rathaus der niedersächsischen Landeshauptstadt zusammen. Getragen wurde der Workshop von einer Kooperation zwischen DEFUS, dem Kommunalen Kriminalpräventionsrat Hannover und dem Landespräventionsrat Niedersachsen.

Im Rahmen eines entwicklungsorientierten Ansatzes geht es bei CTC darum, kommunale Präventionsarbeit wirkungsorientiert zu planen - ausgerichtet an nachgewiesenen Risiko- und Schutzfaktoren. Mit der Erhebung der lokalspezifischen Problemlage durch repräsentative Befragungen von Jugendlichen ist die Erstellung von gezielten Aktionsplänen verknüpft. Dazu wurde  u.a. eine 'Grüne Liste Prävention' entwickelt, der sich empfehlenswerte und wirkungsgeprüfte Programme entnehmen lassen. Die in den USA entwickelte Arbeitsmethode ist vom Landespräventionsrat Niedersachsen im Rahmen des Modellversuchs 'SPIN – Sozialräumliche Prävention in Netzwerken' von 2009 bis 2012 positiv auf Übertragbarkeit getestet worden.

Das Verfahren wurde in dem Workshop durch den Projektleiter des Modellversuchs 'SPIN', Frederick Groeger-Roth, vorgestellt. Über Erfahrungen aus den Niederlanden berichtete der CTC-Trainer Maarten van de Donk. Beteiligte aus den Modellstandorten berichteten von ihren Erfahrungen in der Programmumsetzung. Zum Abschluss des Workshops wurden die Teilnehmenden aus Niedersachsen über das Förderprogramm des Landespräventionsrates Niedersachsen informiert, bei dem ab 2013 die Förderung der Umsetzung von CTC im Vordergrund steht.

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