Die Mitgliedskommunen und -organisationen haben insbesondere durch die Vernetzung mit dem Europäischen Forum für Urbane Sicherheit (EFUS) die Möglichkeit, an verschiedenen Projekten im Themenfeld der kommunalen Kriminalprävention teilzunehmen. Aktuell sind Mitglieder von DEFUS an den folgenden Projekten beteiligt:
Im Projekt SDS haben sich zehn europäische Städte zusammengeschlossen, um Lösungen für (alkoholverursachte) Probleme in der Eventszene zu entwickeln und umzusetzen. Dabei geht es sowohl um Ursachen als auch Auswirkungen des "Binge-Drinkings" (Rauschtrinken, umgangssprachlich bekannt als "Vorglühen" und "Komasaufen"). Dazu gehören insbesondere:
Im Projekt werden Erfahrungen der Partnerstädte ausgetauscht. Ergänzt wird dies durch den Input von Experten, die in den Bereichen Drogenmissbrauch, Alkoholprävention, Kriminalprävention und Forschung tätig sind. Vor-Ort-Besuche vermitteln einen authentischen Eindruck und durch die zahlreichen Gespräche mit den Verantwortlichen der jeweiligen Städte werden Faktoren vermittelt, die zum Erfolg der Projekte beitragen. Im Projekt herrscht Konsens darüber, offen über Schwierigkeiten und weniger erfolgreiche Maßnahmen zu berichten.
Projektleitung: Französisches Forum von EFUS (FFSU)
Expertenkomitee:
Teilnehmende Städte:
Das Projekt startete im Januar 2011 und endet im August 2013.
Link zur EFUS-Projektwebsite: Safer Drinking Scenes
beim DEFUS-Mitglied und SDS-Partner Stuttgart:
Landeshauptstadt Stuttgart
Referat Recht, Sicherheit und Ordnung
Michael Kayser
Leiter der Stabsstelle Kommunale Kriminalprävention
Marktplatz 1
70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0711) 216 61 15
Fax: +49 (0711) 216 95 61 15
E-Mail: michael.kayser@stuttgart.de
Web: www.stuttgart.de/kriminalpraevention
Ziel des GOAL-Projektes ist es, lokale Verwaltungen dabei zu unterstützen, einen umfassenden Lösungsansatz gegen Gewalt und Vandalismus im Kontext großer Sportveranstaltungen zu entwickeln. Dies geschieht durch:
Das Projekt läuft von 2009 bis 2012. Das Hauptergebnis wird ein Handbuch sein. Dieses enthält:
Projektleitung: Europäisches Forum für Urbane Sicherheit (Efus).
Teilnehmende Städte: Lille (Frankreich), Charleroi (Belgien), Liège (Belgien), Solna (Schweden), Genua (Italien), Mannheim (Deutschland).
Weitere Partner: Eurofan Association & International Permanent Observatory on Security during Major Events of the UNICRI.
Experten: Radim Burès (Tschechische Republik), ehemaliger Präsident des Standing Committee of the European Convention of Spectator Violence und Manuel Comeron (Belgien), Koordinator des Eurofan network.
Link zur EFUS-Projektwebsite: Goal
Von Dezember 2007 bis Februar 2012 hat die Stadt Göttingen als Kooperationspartner an zwei aufeinander folgenden und inhaltlich aufeinander aufbauenden Projekten zum Thema „Vermeidung wiederholter Straffälligkeit“ des Europäischen Forums für Urbane Sicherheit teilgenommen.
Kooperationspartner des ersten Projekts waren – neben EFUS als koordinierender Einrichtung – die Städte Le Havre (Frankreich), Turin (Italien), Brasov (Rumänien), Opava (Tschechische Republik) und Valencia (Spanien). Auf Göttinger Seite waren die JVA Rosdorf, die Jugendhilfe Göttingen e.V. sowie ZOOM e.V. im Rahmen einer lokalen Partnerschaft beteiligt. Ziel war es, durch die Entwicklung präventiver Konzepte zu einer besseren Integration von Straffälligen in die Gesellschaft beizutragen bzw. wiederholter Straffälligkeit vorzubeugen. Während der zweijährigen Laufzeit wurden in den vier „Modellstädten“ Göttingen, Valencia, Turin und Paris – im Rahmen von Workshops – erfolgreiche lokale Konzepte vorgestellt (in Göttingen u. a. das mittlerweile auch überregional bekannte Konzept „BASIS“). Auf Grundlage dieser lokalen Konzepte wurden erfolgversprechende Ansätze entwickelt, die beispielhaft in den Städten Le Havre, Opava und Brasov implementiert wurden.
Die über zwei Jahre bewährte Partnerschaft konnte – mit einer Ausnahme (die tschechische Stadt Opava wurde durch die nordirische Stadt Belfast ersetzt) – im direkt anschließenden zweiten Projekt fortgesetzt werden. Inhaltlich verschob sich der Schwerpunkt vom Aufbau von Strukturen hin zur Qualifizierung von zur Vermeidung von wiederholter Straffälligkeit relevanten Akteuren. In jeder beteiligten Stadt wurden Qualifizierungsangebote erarbeitet und umgesetzt. Die verwendeten Methoden und Materialien wurden in Form eines virtuellen Werkzeugkastens aufbereitet und stehen auf der Internetseite des Projekts für interessierte Nutzer bereit (Stichwort E-Learning).
Im Rahmen des Projektes wurde außerdem eine Resolution zur Verhinderung von Mehrfachstraffälligkeit erarbeitet, deren Text auf Deutsch auf der DEFUS-Startseite abrufbar ist.
Link zur EFUS-Projektwebsite: stop-reoffending